Angiosarkome

In der Nachsorge nach Mammakarzinom, insbesondere nach adjuvanter Bestrahlung, werden immer wieder Angiosarkome nach einer Latenzzeit von 5-10 Jahren beschrieben, bisher meist als Kasuistiken. Eine Inzidenz kann nicht beziffert werden.

Aufgrund der ungesicherten Datenlage wird der Aufbau eines nationalen Registers zur Erfassung der im eutschsprachigen Raum diagnostizierten Fälle angeregt. Das Register soll mögliche klinische und molekularbiologische Risikofaktoren für das Auftreten von Angiosarkomen bei Mammakarzinomen analysieren. Gleichzeitig soll der Einfluß der Behandlungsmodalitäten auf den Erkrankungsverlauf untersucht werden. Das Register wird interdisziplinär durch Chirurgie, Strahlentherapie, Gynäkologie und Internistische Onkologie in Mannheim und Tübingen geplant. Es soll eine Analyse auch von Tumormaterial hinsichtlich Charakteristika der Tumorbiologie (Expression multidrug-resistance genes,
Proliferationsmarker, Zellzyklusanalyse) erfolgen. Ziel ist es, ggf. risiko-exponierte Patienten zu identifizieren und
betroffenen Patienten ein systematisches Therapiekonzept anzubieten.

nach einem Vortrag bei der 24. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie, Freiburg, 2.-4. September 2004

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