Operation

Was ist das Ziel der Behandlung?

Ziel der Operation ist es, das Tumorgewebe zu entfernen.
Eine Operation kann eine
kurative Zielsetzung verfolgen, d. h. zur Heilung führen, bzw. zur möglichst vollständigen Entfernung des Tumorgewebes oder
palliativ zur Verlängerung des Lebens und Linderung von Beschwerden eingesetzt werden.
Welchem Ziel die Behandlung dient, sollte beim behandelnden Arzt erfragt werden.

Wie wird die Behandlung durchgeführt?

Eine Operation findet unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose statt. Zielsetzung ist es, möglichst viel Tumorgewebe zu entfernen. Im Idealfall kann das gesamte Tumorgewebe und zusätzlich gesundes Gewebe rundherum entfernt werden. Bei Armen und Beinen wird angestrebt, 5cm gesundes Gewebe am oberen und unteren Rand des Tumors (Längsrichtung), 2-3 cm gesundes Gewebe zwischen Tumor und Körperoberfläche und eine gesunde Gewebeschicht nach innen zu entfernen.
Die Entfernung gesunden Gewebes ist wichtig, da Tumorzellen in das angrenzende gesunde Gewebe "abwandern" sich dort ansiedeln und schließlich Tochtergeschwülste (Metastasen) ausbilden. Die Entfernung angrenzenden gesunden Gewebes soll also dazu beitragen, daß keine oder möglichst wenige Reste kranker Zellen im Körper verbleiben

Welche Probleme können auftreten?

Welche Folgen auftreten können, hängt wesentlich davon ab, welche Körperregion operiert wird. Hierzu sollte der behandelnde Arzt befragt werden.
Es kann unter anderem zu Funktionsverlusten im operierten Gebiet kommen, d. h. die Arbeitsfähigkeit betroffener oder angrenzender Organe, Nerven oder Körperteile kann eingeschränkt werden.
Durch Narbenbildungen kann es zu Taubheit oder Missempfindungen (wie z. B. Kribbeln oder Schmerzen) im Operationsgebiet kommen.
Werden bei der Operation Nerven durchtrennt, so kann es ebenfalls zu Missempfindungen und Taubheit kommen, sowie zu Einschränkungen der Beweglichkeit und Funktion auch entfernterer Körperteile (Das Durchtrennen entsprechender Nervenbahnen im Arm führt beispielsweise zu Bewegungseinschränkungen der Hand/Finger.)

Was ist zu beachten?

Vor der Operation
Zur Operation muss der Patient nüchtern sein: 12 Stunden vor der Operation nicht essen und trinken.
Vor der Operation wird dann das Operationsgebiet rasiert und desinfiziert.

Wie lange dauert eine Operation?

Die Länge der Operation ist sehr unterschiedlich und hängt von dem Operationsgebiet ab und davon, wieviel Tumore herausgenommen werden sollen. Eine Einschätzung der Operationsdauer kann der behandelnde Arzt geben.

Wo liegen die Grenzen einer Operation?

Eine Schwierigkeit stellt oft die Menge gesunden Gewebes dar, das man mit dem Tumor herausschneiden kann. Der oben erwähnte Sicherheitsrand kann nicht an allen Körperstellen eingehalten werden. Sehr kleine Ansammlungen von Tumorzellen sind bei der Operation nicht zu sehen. Sie werden unter Umständen nicht entfernt und wachsen zu Rezidiven oder Metastasen heran.

Wie ist eine Operation?

Von der Operation selbst merkt der Patient nichts, da sie unter örtlicher Betäubung oder Narkose durchgeführt wird. Nach der Operation sind Wundschmerzen und Missempfindungen im operierten Gebiet die Regel.

Haben Sie noch Fragen zur Operation?