Unterstützung

"Das ist 'ne Krankheit, das kann man einfach nicht alleine schaffen ..."

Krebs ist eine Krankheit, die in viele Lebensbereiche eingreift. Nicht nur der Körper ist betroffen, auch die Seele muss mit der Erkrankung fertig werden, auf der Arbeit muss zumindest der Krankenhausaufenthalt geregelt werden und nicht zuletzt werden die Familie und Freunde sich Gedanken machen, wie es Ihnen geht.

Die medizinische Behandlung wird ebenso Ihre Aufmerksamkeit fordern, wie die Regelungen, die nötig sind um nach der Behandlung in den Alltag zurückzukehren. All das ist kaum alleine zu bewerkstelligen.

Der Nutzen der Unterstützung

Die Belastungen auf mehrere Schultern verteilen zu können stellt oft eine erhebliche Erleichterung dar. Nicht "alleine da durch zu müssen", sondern Menschen an seiner Seite zu haben, auf die man sich verlassen kann und die einen stützen, ist nicht nur eine wertvolle Erfahrung, sie erleichtert auch die Behandlung und gibt Sicherheit.

Die Unterstützung kann aber auch nicht nur den Patienten selber helfen, sondern auch den Helfern selbst, z. B. den Freunden oder Familienangehörigen. Die Frage "Kann ich was für dich tun?" kann auch bedeuten:"Es fällt mir schwer, tatenlos zuzuschauen."

Die Angst, jemandem zur Last zu fallen, verstellt leicht den Blick darauf, dass Hilfe für die Helfenden nicht nur Belastung, sondern auch Entlastung sein kann. Je offener Sie dieses Problem ansprechen, desto eher werden ihre Helfer auch sagen was sie leisten können und was ihnen zu viel ist.

Gefahr der Unterstützung

Ein Problem der Unterstützung ist bereits angeklungen: Die Angst, anderen zur Last zu fallen. Hier kann es - wie gesagt - helfen, offen darüber zu reden und die Hilfe der anderen anzuerkennen und somit deutlich zu machen: "Ich sehe, was und wie viel du für mich tust." und auch die Angst anzusprechen, dass ein Helfer wegfällt, wenn er überfordert, "ausgepowert" ist. Beide sollten mit ihren Kräften haushalten: sowohl die Patienten als auch die Helfer.

Ein anderer Aspekt kann auch die Angst vor Abhängigkeit sein und das Gefühl "Ich kann ja gar nichts mehr!". Wer sein Leben lang auf eigenen Beinen stand und für sich selbst gesorgt hat, dem kann es schwer fallen, Hilfe anzunehmen und die eigene Schwäche auszuhalten. Dies sollte jedoch nicht dazu führen, hilfreiche Angebote auszuschlagen.

Die Gefahr, Angebote auszuschlagen, die einem eigentlich weiterhelfen könnten, ist besonders dann groß, wenn die Unterstützung nur einseitig ihren Weg nimmt und man nur noch Patient oder krank ist. Es kann sinnvoll sein, zu überlegen, was man selbst auch für andere tun kann. So können zum Beispiel Informationen an Mitpatienten weitergegeben werden, mit den Kindern können auch weiterhin ihre Sorgen und Nöte in der Schule besprochen werden und vielleicht haben ihre Familienangehörigen oder Freunde auch Wünsche. Diese zu äußern fällt auch leichter, wenn sie mitbekommen, dass Sie nicht "nur krank" sein, sondern auch weiterhin am Leben teilhaben wollen.


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