Gefühle

An einem Sarkom erkrankt zu sein stellt - wie jede andere Krebserkrankung auch - einen tiefen Einschnitt in das Leben der meisten Betroffenen dar, der von verschiedenen oft auch gegensätzlichen Gefühlen begleitet ist. Angst, Hilflosigkeit, Wut, Trauer, Überforderung, Schuldgefühle treten als Bestandteil der Krankheitsverarbeitung zu unterschiedlichen Zeitpunkten immer wieder auf und helfen, sich an die jeweilige Situation anzupassen und sie zu meistern.

Die Diagnose "Krebs" wird zumeist wie ein "Schlag" erlebt. Obwohl zum Teil schon eine Vorahnung bestand, ist es ein Schock, als Ergebnis der Untersuchungen diese Mitteilung vom Arzt zu erhalten. Einerseits besteht oft die Vorstellung von einer langen, unheilbaren, schmerzhaften und letzten Endes zum Tode führenden Krankheit, andererseits fehlt vielen Patienten gerade zu Beginn das Wissen um die Behandlungsformen, die heute eine gute Schmerzkontrolle ermöglichen, eine bessere Wirksamkeit und Verträglichkeit als noch vor einigen Jahren und die jedem dritten Tumorpatienten Heilung bringen. Mit zunehmender Aufklärung weicht die Angst der Hoffnung, die hilft die Behandlungen zu meistern.

Je nach Schwierigkeit der Behandlung und wie sehr sie die Betroffenen schwächt, kommen Hilflosigkeit und Trauer auf. Dinge die vorher leicht schienen bedürfen nun der Hilfe Anderer oder dauern länger, zum Teil verändert sich der Körper (z. B. Haarausfall bei einigen Chemotherapien) oder der Geist reagiert nicht mehr so schnell wie vorher, Dinge werden vergessen oder die Konzentration lässt nach. Je mehr jedoch ein Weg gefunden wird, mit der Krankheit umzugehen und je besser man sich an die neue Situation anpassen kann, desto mehr schwinden auch Trauer und Hilflosigkeit.

Eine nächste Anpassungsphase steht am Ende der Behandlung: Das Einfinden in den Alltag.
Einerseits kann man nicht gleich "in die Vollen gehen", andererseits fällt die "Behandlungsroutine" weg, so dass viel Raum zum Nachdenken ist und Dinge, die bisher untergegangen sind, nun bewusst werden. Diese Phase wird oft genutzt, um das Leben neu zu strukturieren. Auch hier schwinden Depressionen und Hilflosigkeit meist, wenn eine neue, passende Struktur gefunden wurde.

Auch Schuldgefühle spielen oft eine Rolle: Gedanken, die Krebserkrankung mitverursacht zu haben oder eine Belastung für Andere darzustellen. Schamgefühle aufgrund der eigenen Schwäche oder des Neides auf Gesunde.

Die Folgenden Seiten sollen ein Forum darstellen, sich über die Gefühle auszutauschen und Möglichkeiten, mit ihnen umzugehen. Es können hier keine "Patentlösungen" angeboten werden, vielmehr sollen hier Hinweise und die Möglichkeit zum Nachfragen gegeben werden. Dabei sind wir auf Ihre Mithilfe bei der Gestaltung der Informationen angewiesen und würden uns über eine Beteiligung in den Foren sehr freuen. Sollten Sie Fragen haben, sind wir bemüht, diese innerhalb von einer Woche zu beantworten.

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