Knochensarkome

Die Knochensarkome machen 1% aller bösartigen Tumoren im Erwachsenenalter und 5% aller bösartigen Tumoren im Kindesalter aus. Sie kommen vorwiegende bei jungen Menschen zwischen dem 10. und 30. Lebensjahr vor.

Wo kommen Knochensarkome vor und welche gibt es?

Als Knochensarkome werden bösartige Tumore bezeichnet, die in den Knochengeweben wachsen: im Knochenmark, im Knochen, den Gelenken und Knorpeln. Zu den häufigeren Knochensarkomen zählen:
Ewing-Sarkome
Ewing-Sarkome gehen vom Knochenmark aus. Ca. zwei von drei Ewing-Sarkomen (60%) werden im Becken, den Armen und den Beinen gefunden, zumeist zwischen dem 4. und 25. Lebensjahr. Jungen erkranken doppelt so häufig am Ewing-Sarkom wie Mädchen.
Osteosarkome
Osteosarkome entstehen meist im Knochengewebe der Beine: jedes zweite Ewing-Sarkom befindet sich im Oberschenkel, jedes fünfte im Schienbein. Von dort aus wachsen sie weiter in das angrenzende Weichgewebe. Ewing-Sarkome treten vor allem zwischen dem 10. und 20. Lebensjahr auf, wobei auch hier mehr Jungen als Mädchen betroffen sind.
Osteosarkome werden ebenso behandelt wie Ewingsarkome: vor der Operation werden sie mit einer Chemotherapie und ggf. mit Bestrahlung behandelt, nach der OP werden sie nachbestrahlt.
Chondrosarkome
Chnondrosarkome nehmen ihren Ausgang vom Knorpelgewebe und kommen auch in höherem Alter vor.

Wie werden Knochensarkome behandelt?

Das Behandlungsziel ist es, den Tumor herauszuschneiden (OP). In der Regel werden Knochen-Sarkome jedoch zuvor mit einer Chemotherapie behandelt, damit der Tumor zum einen kleiner wird und sich leichter operieren lässt, zum anderen um mikroskopisch kleine Metastasen, die in den Untersuchungen noch nicht gesehen werden können, zum Verschwinden zu bringen.
Wenn sich der Tumor durch die Chemotherapie ausreichend verkleinert hat, kann er operiert werden. Hat er hingegen nicht so gut auf die Chemotherapie angesprochen, so wird er vor der Operation noch einmal bestrahlt, um ihn zu verkleinern. Nach der Operation kann das Gewebe, aus dem der Tumor entnommen wurde noch einmal nachbestrahlt werden, um eventuell verbliebene Krebszellen zu zerstören und ein erneutes Ansiedeln zu verhindern.
Chondrosarkome sprechen auf Chemotherapie in der Regel schlecht an und werden soweit möglich gleich operiert.

Heilungsaussichten

Für die Einschätzung der Heilungsaussichten von Knochensarkomen ist entscheidend,
wie groß der Tumor ist,
wie gut er auf die Chemotherapie anspricht und
wie weit er vom Rumpf entfernt ist
und ob und wo sich Tochtertumoren (Metastasen) angesiedelt haben.

Je kleiner der Tumor ist, je besser er auf die Chemotherapie anspricht, je weiter er vom Rumpf entfernt ist, je weniger und näher am Haupttumor die Metastasen, desto besser sind auch die Erfolgsaussichten der Behandlung. Eine erste Einschätzung des Tumors und der Erfolgsaussichten der Behandlung vermittelt die TNM-Klassifikation.

Haben Sie noch Fragen zu Knochensarkomen?