Weichgewebssarkome

Wie häufig kommt das vor?

Es gibt jährlich 2-3 Neuerkrankungen je 100000 Einwohner, d.h., dass in Deutschland jährlich ca. 2000-3000 Weichgewebesarkome neu entdeckt werden. Damit machen sie insgesamt nur ca. 1 % aller Tumoren im Erwachsenenalter aus. Die Häufigkeit ist bei Männern und Frauen ungefähr gleich.

Weichgewebesarkome kommen in allen Altersstufen vor; im Erwachsenenalter bevorzugt vom 45. bis 55. Lebensjahr.

Wo kommen Weigewebssarkome vor und welche gibt es?

Als Weichgewebssarkome werden bösartige Tumore bezeichnet, die im Bindegewebe, in der Muskulatur und/oder im Fettgewebe entstehen. Sie umfassen ein breites Spektrum von über 150 verschiedenen Tumoren, die sich hinsichtlich ihres biologischen Verhaltens, ihrer Prognose und ihres Ansprechens auf unterschiedliche Behandlungsverfahren teilweise unterscheiden.

40% der Weichgewebssarkome befallen die Beine und Füße,
15% die Arme und Hände,
15% den Kopf- und Nackenbereich und ca.
30% den Rumpf.

Zu den häufigeren Weichgewebssarkomen gehören
Synovialsarkome
Sie treten in der Regel als harte Schwellungen auf und entstehen im Gelenkbereich: in Sehnen, Schleimbeuteln, Gelenkzwischenräumen, etc. Meist treten Synovialsarkome an Armen und Beinen (Ellenbogen- oder Kniegelenk) auf, seltener in Kopf, Hals oder Rumpf.
Rhabdomyosarkome
Sie treten bei Kindern in den Muskeln des Bewegungsapparates, des Kopf-, Hals- oder Beckenbereichs auf (embryonal), bei Erwachsenen meist in der Zahnhöhle (alveolar).
Leiomyosarkome
Sie treten im Muskelgewebe des Bauches, Magen- und Darmtraktes und in Blutgefäßen auf.
maligne fibröse Histiozytome (MFH)
Sie treten im Bindegewebe - meist in Armen und Beinen - auf, das das Weichgewebe mit den Knochen verbindet.
Liposarkome
Sie treten im Fettgewebe meist nahe der Haut auf.

Wer bekommt Weichgewebssarkome?

Neuere Studien sprechen für eine mögliche Rolle von genetischen Ursachen bei der Entstehung von Weichgewebesarkomen.

Die Entstehungsursachen sind weitgehend unklar. Bekannte Risikofaktoren sind eine vorausgegangene Bestrahlung und eine verstärkte Einwirkung von Polyvinylchlorid ("PVC") oder Asbest.

Behandlung

Weichgewebssarkome werden - wie auch Ewing oder Osteosarkome - mit einer Chemotherapie vorbehandelt, um sie zu verkleinern und mikroskopisch kleine Metastasen zum Verschwinden zu bringen. Haben die Tumoren eine Größe erreicht, die eine Operation ermöglicht, dann wird versucht, den Tumor möglichst im ganzen zu entfernen. Eventuelle Tumorreste werden anschließend bestrahlt, um sie zu zerstören und das Neuauftreten eines Tumors (Rezidiv) zu vermeiden.

Heilungschancen

Auch für Weichteilsarkome gilt: Je kleiner der Tumor ist, je besser er auf die Chemotherapie anspricht, je weiter er vom Rumpf entfernt ist, je weniger und näher am Haupttumor die Metastasen, desto besser sind auch die Erfolgsaussichten der Behandlung. Eine erste Einschätzung des Tumors und der Erfolgsaussichten der Behandlung vermittelt die TNM-Klassifikation.

Haben Sie noch Fragen zu Weichgewebe-Sarkomen?