Computertomographie (CT)

Wozu dient die Untersuchung?

Mit Hilfe der Computertomographie können Lage und Ausdehnung krankheitsverdächtige Veränderungen bestimmt werden. Die Computertomographie bedient sich der Röntgentechnik. Auch hier können besonders gut feste von weichen Teilen abgegrenzt werden. Im Unterschied zur Röntgenuntersuchung, die den Körper insgesamt abbildet, werden mit dem CT Schichten abgebildet. Während eine Röntgenuntersuchung also den gesamten Körperteil abbildet, der sich zwischen Röntgengerät und Röntgenfilm befindet, bildet das CT ihn "scheibchenweise" ab. Damit ist es möglich genauer zu bestimmen, wo und in welchem Ausmaß sich eine Veränderung befindet.

Wie werden die Untersuchungen durchgeführt?

Bei der Computertomographie liegt der Patient auf einer Liege (1), die langsam in eine Röhre (2) gefahren wird. In dieser Röhre befinden sich eine Einheit, die die Röntgenstrahlen aussendet und eine Einheit, die die Strahlen empfängt und die empfangenen Strahlenwerte an einen Computer übermittelt, der daraus ein Querschnittsbild (Schichtbild) des Körpers errechnet.
Sollen gezielt Organe oder das Blutgefäßsystem untersucht werden, so wird dem Patienten ein Kontrastmittel verabreicht, das entweder vor der Computertomographie getrunken werden muss oder gespritzt wird.
Kontrastmittelgaben für Blutbahn, Magen oder Dünndarm werden direkt vor der Computertomographie verabreicht, sollen Dickdarm oder Blase untersucht werden, wird das Kontrastmittel ca. 2 Stunden vor der Untersuchung gegeben.
Dieses Kontrastmittel "verschluckt" die Röntgenstrahlen und bewirkt somit, dass das entsprechende Organ (Verdauungstrakt oder Blutgefäße) hell dargestellt und somit von der Umgebung abgehoben wird. Eventuelle Verformungen des Organs oder der Blutgefäße werden dadurch sichtbar und lassen auf krankheitsbedingte Veränderungen (z. B. das Wachsen eines Tumors, der die Organe verdrängt) schließen.

Was ist zu beachten?

Vor der Computertomographie
Soll ein Kontrastmittel verabreicht werden, so ist abzuklären, ob Andere Medikamente vor der Untersuchung genommen werden dürfen oder ob diese zu Wechselwirkungen mit dem Kontrastmittel führen. Einige Medikamente müssen nach Anweisung des Arztes für einige Zeit abgesetzt werden.
Falls eine Untersuchung des Rumpfes vorgenommen werden soll, soll einen Tag vor der Untersuchung nichts Blähendes gegessen und gegebenenfalls ein Abführmittel eingenommen werden.

Während der Computertomographie
Während der Computertomographie sollten Sie ruhig liegen und die Anweisungen des Arztes oder Assistenten zur Atmung befolgen. In der Regel ist ein langsames, gleichmäßiges Ein- und Ausatmen erforderlich.)

Nach der Computertomographie
In der Regel sollte nach einer Kontrastmitteluntersuchung viel getrunken werden, damit das Kontrastmittel schnell wieder ausgeschieden wird.

Welche Probleme können auftreten?

In seltenen Fällen kann die Kontrastmittelgabe, zu allergischen Reaktionen oder Überempfindlichkeitsreaktionen, wie Brechreiz, Juckreiz oder Hautausschlag führen, die in der Regel von selbst wieder abklingen und keiner Behandlung bedürfen. Sehr selten kommt es zu schweren allergischen Reaktionen, wie Schleimhautschwellungen im Kehlkopf, Atemstörungen, Krämpfen oder Herz- und Kreislaufversagen, die unter Umständen lebensbedrohlich sind und bleibende Organschädigungen verursachen können.
Wird das Kontrastmittel getrunken, so kann es zu Blähungen, Krämpfen, Übelkeit oder anderen Beschwerden kommen, die meist von selbst wieder abklingen.
Wird das Kontrastmittel gespritzt, so kommt es in seltenen Fällen zu Übelkeit und Erbrechen und/oder zu Haut-, Weichteil und Nervenschäden an den Einstichstellen. Sehr selten kommt es zum Absterben von Gewebe an der Einstichstelle, das zu bleibenden Missempfindungen oder Taubheitsgefühl führen kann.

Wichtige Informationen für den behandelnden Arzt

Damit Ihr Arzt die Risiken der Untersuchung besser einschätzen und ggf. die richtigen Gegenmaßnahmen ergreifen kann, sind für ihn einige Informationen wichtig. Wir haben hier einen Fragebogen zusammengestellt, der - auch für andere Untersuchungen und Behandlungen - die wichtigsten Informationen abfragt. Diesen Fragebogen können Sie ausdrucken und ausgefüllt zu ihrem Arzttermin mitbringen.

Wie lange dauert die Computertomographie?

Die CT dauert in der Regel zwischen 20 Minuten und einer Stunde.

Wie häufig wird die Computertomographie wiederholt und wovon hängt das ab?

Ist davon auszugehen, dass sich das zu untersuchende Gebiet durch die Behandlung, durch krankheitsbedingte Prozesse oder durch zeitlich bedingte Prozesse (Altern, Wachstum, Abnutzung) verändert haben könnte, sollte eine neue Computertomographie durchgeführt werden.
Bei den Röntgenuntersuchungen, zu denen auch die Computertomographie gehört, sollte bedacht werden, dass sie den Patienten einer zusätzlichen Strahlenbelastung aussetzen.

Wo liegen die Grenzen der Computertomographie?

Die CT ist eine Röntgen-Schichtaufnahme. Damit hat sie gegenüber der Röntgenuntersuchung den Vorteil, dass feine Messungen, wie groß diese Veränderungen genau sind und wo sie genau liegen möglich sind. Die Computertomographie zeigt jedoch - wie auch die Röntgenuntersuchung - nur Strukturunterschiede zwischen festem und weichem Gewebe auf und Strukturveränderungen innerhalb des festen Gewebes.
Sollen verschiedene weichgewebliche Strukturen voneinander abgegrenzt werden, stößt die Computertomographie auf ihre Grenzen.
Darüber hinaus lassen sich mit der Computertomographie auch nur Querschnittsbilder in einer Ebene darstellen, wohingegen die Untersuchungsdaten bei der Magnetresonanztomographie dreidimensional verrechnet werden, so dass dort jeder gewünschte Querschnitt des Körpers dargestellt werden kann.
Eine weitere Schwierigkeit der Computertomographie ist, dass sie auf jodhaltige Kontrastmittel angewiesen ist - dies führt bei Patienten zu Komplikationen, die allergisch auf jodhaltige Kontrastmittel reagieren. Bei der Magnetresonanztomographie kann hingegen auf andere Kontrastmittel ausgewichen werden.

Wie ist es, computertomographiert zu werden?

Die Computertomographie selbst ist schmerzlos. Da die Untersuchung in einer Röhre stattfindet, können Patienten, die Angst in engen Räumen verspüren, die Untersuchung als unangenehm und beengend empfinden. Unangenehm kann auch die Kontrastmittelgabe sein.

Welche Ergebnisse bringt die Untersuchung?

Röntgenbild (Schichtaufnahmen)

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