Untersuchungen

Es wird unterschieden zwischen
- einer Erstuntersuchung,
- den Untersuchungen zur Behandlungskontrolle und
- den Nachsorgeuntersuchungen

Erstuntersuchung

Um die günstigste Behandlungsentscheidung treffen zu können, müssen folgende Fragen genau beantwortet werden:
- Um welchen Tumor handelt es sich?
- Wo ist er?
- Wie groß ist er?
- Wie schnell wächst er?
- Sind verschiedene Gewebe oder Organe betroffen?
- Handelt es sich um einen einzelnen Tumor oder gibt es Metastasen?

Sind diese Fragen beantwortet, wird der Tumor nach der TNM-Klassifikation eingestuft, um Anhaltspunkte für die Art und die Intensität der Behandlung, sowie für eine erste Einschätzung der Heilungsaussichten zu bekommen.

Ein erster Untersuchungsschritt besteht in der "Bildgebenden Diagnostik", die versucht, Größe, Lage, Wachstum und Anzahl der Tumoren sichtbar zu machen. Zu den bildgebenden Verfahren gehören
- Ultraschall-Untersuchung (Sonografie),
- das Röntgen,
- die Computer-Tomografie (CT),
- die Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT),
- nuklearmedizinische Verfahren.

Eine Klärung darüber, um welchen Tumor es sich genau handelt und wie das Tumorgewebe beschaffen ist, erhält man nach Entnahme einer Gewebeentnahme (Biopsie). Eine Gewebeentnahme (Biopsie) kann im Rahmen einer anderen Untersuchung, wie z. B. einer Spiegelung, im Rahmen einer Operation oder auch eigenständig, z. B. mit einer Spritze erfolgen.

Untersuchungen zur Behandlungskontrolle

Zur Behandlungskontrolle werden hauptsächlich die oben erwähnten bildgebenden Verfahren eingesetzt, mit deren Hilfe geklärt wird, ob der Tumor bei einer Bestrahlung oder einer Chemotherapie kleiner geworden ist, bzw. ob bei einer Operation der Tumor im ganzen entfernt werden konnte oder gegebenenfalls Prothesen richtig angepaßt wurden und "gut sitzen".

Daneben werden während einer Strahlen- oder Chemotherapie jedoch auch Blutuntersuchungen vorgenommen, um die Verträglichkeit der Therapien (Behandlung) einzuschätzen und mögliche Nebenwirkungen und Organschädigungen schnell zu erkennen und zu kontrollieren.

Nachsorgeuntersuchung

Nachdem die Behandlung abgeschlossen ist, werden in regelmäßigen Abständen Untersuchungen durchgeführt um zu sehen, ob die Behandlung auch langfristig erfolgreich war und ein Neuauftreten eines Tumors (Rezidiv) oder das Auftreten von Töchtergeschwülsten (Metastasen) möglichst frühzeitig zu erkennen und somit möglichst früh eingreifen zu können.

In den Nachsorgeuntersuchungen werden vor allem die bildgebenden Verfahren eingesetzt.

Bösartige Tumoren haben die Eigenschaft, daß sich ihre Zellen vom Ursprungstumor absiedeln und sich in anderem Gewebe festsetzen. Es kann bis zu fünf Jahren - in seltenen Fällen auch länger - dauern, bis sich diese abgesiedelten Zellen so weit vermehrt haben, daß sie als Metastase erkannt werden, bzw. daß mikroskopisch kleine Tumorreste sich soweit vergrößert haben, daß sie als Rezidiv erkannt werden können.
Ist nach dieser Frist von fünf Jahren kein Rezidiv (wiederkehrender Tumors) oder keine Tochtergeschwulst (Metastase) aufgetreten, so kann davon ausgegangen werden, daß die Behandlung zu einer Heilung geführt hat.

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