Kernspintomographie / Magnetresonanztomographie (MRT)

Wozu dient die Untersuchung?

Mit Hilfe der Magnetresonanztomographie können Lage und Ausdehnung krankheitsverdächtige Veränderungen bestimmt werden. Die MRT bedient sich dabei eines starken magnetischen Feldes, das dazu führt, daß sich Moleküle des Körpers - soweit dies möglich ist, nach diesem Magnetfeld ausrichten. Wird dieses Magnetfeld nun abgeschaltet, schnellen die Moleküle in ihre Ausgangslage zurück und erzeugen dabei selbst magnetische Signale (Echo), die vom Magnetresonanztomographen aufgezeichnet und zu einem Bild verrechnet werden.
Da die unterschiedlichen Organe, Gefäße und Knochen eine unterschiedliche Molekulare Zusammensetzung haben, ist auch das magnetische Echo je nach Organ, Gefäß oder Knochen unterschiedlich, so daß die verschiedenen Körpergewebe gut voneinander abgegrenzt werden können und Veränderungen an den Geweben sichtbar werden.
Ähnlich wie die Computertomographie bildet auch die MRT den Körper "scheibchenweise" ab. Im Unterschied zu ihr wird jedoch nicht mit Röntgenstrahlung, sondern mit Magnetfeldern gearbeitet.

Wie werden die Untersuchungen durchgeführt?

Bei der MRT liegt der Patient auf einer Liege (1), die langsam in eine Röhre (2) gefahren wird. Diese Röhre besteht aus dem Magneten, der das Magnetfeld aufbaut und einer Einheit, die das magnetische Echo des Körpers aufzeichnet und an einen Computer übermittelt, der daraus Querschnittsbilder (Schichtbilder) des Körpers errechnet.
In einigen Fällen (wenn z. B. Entzündungen oder Tumore nachgewiesen werden sollen) wird ein Kontrastmittel verabreicht.

Was ist zu beachten?

Vor der Magnetresonanztomographie
Aufgrund des starken Magnetfeldes kann es bei bestimmten Patienten zu Komplikationen kommen. Sie sollten keine Magnetresonanztomographie vornehmen lassen, wenn Sie
∑ einen Herzschrittmacher tragen
∑ Metallteile im Körper tragen (Spirale, Prothesen, Gefäßclips, etc.)
∑ eine Operation am Herzen oder Kopf hatten
∑ zu Heuschnupfen oder Asthma neigen
∑ zu allergischen Reaktionen wie Pflaster-, Latex-, Medikamenten- oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten neigen
∑ schwanger sind

Während der Magnetresonanztomographie
Während der MRT sollten Sie ruhig liegen und die Anweisungen des Arztes oder Assistenten zur Atmung befolgen. In der Regel ist ein langsames, gleichmäßiges Ein- und Ausatmen erforderlich.

Welche Probleme können auftreten?

In seltenen Fällen kann die Kontrastmittelgabe, zu allergischen Reaktionen oder Überempfindlichkeitsreaktionen führen.
Bei Make up oder Tätowierungen, die metallhaltige Farbstoffe enthalten, kann es zu Hautreizungen kommen.

Wie lange dauert die Magnetresonanztomographie?

Die MRT dauert in der Regel zwischen 30 Minuten und einer Stunde.

Wie häufig wird die Magnetresonanztomographie wiederholt und wovon hängt das ab?

Ist davon auszugehen, daß sich das zu untersuchende Gebiet durch die Behandlung, durch krankheitsbedingte Prozesse oder durch zeitlich bedingte Prozesse (Altern, Wachstum, Abnutzung) verändert haben könnte, kann eine neue Magnetresonanztomographie durchgeführt werden.

Wo liegen die Grenzen der Magnetresonanztomographie?

Je nach der magnetischen Feldstärke, die bei der Untersuchung vom untersuchenden Arzt gewählt wird, werden die Gewebestrukturen je nach Fettgehalt oder je nach Wassergehalt unterschiedlich dargestellt, so daß eine sehr differenzierte Darstellung weichgeweblicher Strukturen möglich ist. Knöcherne Strukturen können hingegen weniger gut und detailliert dargestellt werden - hier ist eine Computertomographie der MRT überlegen.

Wie ist es, magnetresonanztomographiert zu werden?

Die Magnetresonanztomographie selbst ist schmerzlos. Da die Untersuchung in einer Röhre stattfindet, können Patienten, die Angst in engen Räumen verspüren, die Untersuchung als unangenehm und beengend empfinden. Die Magnetschaltungen des Untersuchungsgerätes verursachen lautes Summen und Klopfgeräusche. Unangenehm kann auch die Kontrastmittelgabe sein

Welche Ergebnisse bringt die Untersuchung?

MRT-Bild

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