Röntgen

Wozu dient die Untersuchung?

Eine Röntgenaufnahme gibt eine Übersicht über das abgebildete Gebiet. Dabei ist besonders die Verteilung von festem (z. B. Knochen) und weichem Gewebe (Organe) gut zu erkennen. Gewebe, die die gleich fest sind können dabei jedoch nicht unterschieden werden. Unterscheidet sich ein Tumor in der Festigkeit nicht vom umliegenden Gewebe, so kann er beim Röntgen nicht direkt gesehen werden.
Auf Tumoren, die mit einer Röntgenuntersuchung alleine nicht sichtbar sind, können jedoch in manchen Fällen Kontrastmittelgaben Rückschlüsse zulassen. Da ein Tumor beim Wachsen andere Organe verdrängt, verändern diese ihre Form. Wird nun ein Kontrastmittel verabreicht (z. B. in die Blase, den Magen-Darm-Trakt oder die Blutgefäße), so kann man sehen, dass das Organ nicht seine ursprüngliche Form hat, sondern "eingedellt" ist. Eine mögliche Ursache für eine solche "Delle" kann ein Tumor sein.

Wie werden die Untersuchungen durchgeführt?

Die Region, die untersucht werden soll, wird zwischen den Röntgenfilm und das Röntgengerät gebracht. Die Röntgenstrahlen, die vom Röntgengerät ausgesandt werden, durchdringen leichter weiches als hartes Gewebe, so dass auf dem Röntgenfilm mehr Strahlung ankommt, je mehr weiches Gewebe durchquert wurde. Diese Stellen sind auf dem Röntgenbild hinterher schwarz. Helle Stellen auf dem Röntgenbild zeigen, dass die Strahlen entweder von härterem Gewebe (Knochen) oder von Kontrastmittel aufgehalten wurden.

Was ist zu beachten?

Während des Röntgens
Während der Röntgenaufnahme sollten sie sich nicht bewegen und die Atemanweisungen des Arztes oder Assistenten genau befolgen.

Welche Probleme können auftreten?

In seltenen Fällen kann die Kontrastmittelgabe, zu allergischen Reaktionen oder Überempfindlichkeitsreaktionen, wie Brechreiz, Juckreiz oder Hautausschlag führen, die in der Regel von selbst wieder abklingen und keiner Behandlung bedürfen. Sehr selten kommt es zu schweren allergischen Reaktionen, wie Schleimhautschwellungen im Kehlkopf, Atemstörungen, Krämpfen oder Herz- und Kreislaufversagen, die unter Umständen lebensbedrohlich sind und bleibende Organschädigungen verursachen können.
Wird das Kontrastmittel getrunken, so kann es zu Blähungen, Krämpfen, Übelkeit oder anderen Beschwerden kommen, die meist von selbst wieder abklingen.
Wird das Kontrastmittel gespritzt, so kommt es in seltenen Fällen zu Übelkeit und Erbrechen und/oder zu Haut-, Weichteil und Nervenschäden an den Einstichstellen. Sehr selten kommt es zum Absterben von Gewebe an der Einstichstelle, das zu bleibenden Missempfindungen oder Taubheitsgefühl führen kann.

Wichtige Informationen für den behandelnden Arzt

Damit Ihr Arzt die Risiken der Untersuchung besser einschätzen und ggf. die richtigen Gegenmaßnahmen ergreifen kann, sind für ihn einige Informationen wichtig. Wir haben hier einen Fragebogen zusammengestellt, der - auch für andere Untersuchungen und Behandlungen - die wichtigsten Informationen abfragt. Diesen Fragebogen können Sie ausdrucken und ausgefüllt zu ihrem Arzttermin mitbringen.

Wie lange dauert die Röntgenuntersuchung?

Das Röntgen an sich dauert in der Regel nur wenige Minuten, kann jedoch bei aufwändigen Untersuchungen - wenn Kontrastmittel verabreicht wird oder der Patient für bestimmte Aufnahmen besonders auf dem Röntgentisch positioniert werden muss - bis zu einer halben Stunde und länger dauern.

Wie häufig wird die Röntgenuntersuchung wiederholt und wovon hängt das ab?

Die Häufigkeit der Röntgenuntersuchung hängt von der Fragestellung ab.
Geht es darum, über ein Körpergebiet einen Überblick zu bekommen (zum Beispiel Lungenaufnahmen), so wird das Gebiet in der Regel aus verschiedenen Perspektiven je einmal abgebildet.
Werden Verlaufsuntersuchungen gemacht (Aufnahmen des Verdauungstraktes nach Kontrastmittelgabe), sind mehrere Aufnahmen nötig.
Ist davon auszugehen, dass sich das zu untersuchende Gebiet durch die Behandlung, durch krankheitsbedingte Prozesse oder durch zeitlich bedingte Prozesse (Altern, Wachstum, Abnutzung) verändert haben könnte, sollte eine neue Aufnahme angefertigt werden.
Bei den Röntgenuntersuchungen sollte bedacht werden, dass sie den Patienten einer zusätzlichen Strahlenbelastung aussetzen.

Wo liegen die Grenzen der Röntgenuntersuchung?

Die Röntgenuntersuchung ist eher eine Überblicksuntersuchung, um festzustellen ob krankhafte Veränderungen vorliegen und in welchem Bereich sie vorliegen.
Feine Messungen, wie groß diese Veränderungen genau sind, wo sie genau liegen und welche verschiedenen Gewebe sie mit einbeziehen ist mit dem Röntgen alleine nicht möglich.
Darüber hinaus eignet sich das Röntgen eher zur Diagnostik von festen Körperstrukturen, wie zum Beispiel Knochen oder zum Abklären von "Verdichtungen" (festeres Gewebe im Gegensatz zu umliegendem strahlendurchlässigerem weichen Gewebe). Verschiedene weiche Gewebe voneinander abzugrenzen fällt im Röntgen eher schwer.

Wie ist es, geröntgt zu werden?

Die Röntgenuntersuchung selbst ist schmerzlos. Unangenehm kann die Lagerung oder das Verabreichen von Kontrastmittel sein (Geschmack, Konsistenz, Verabreichung als Spritze oder Infusion).

Welche Ergebnisse bringt die Untersuchung?

Röntgenbild

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