1. Reha-Einrichtungen mit Sarkom-Erfahrung

Sarkome sind sehr seltene und vielfältige Erkrankungen, deshalb gibt es leider keine speziellen Sarkom-Reha-Kliniken. Unabhängig davon gibt es sehr wohl Reha-Kliniken, die Sarkom-Patienten sehr gut behandeln können.

  • Schauen Sie auf die Homepage der Kliniken, rufen Sie dort an und fragen Sie nach, wie viele Sarkom-Patienten (nach welchen Therapien und mit welchen Einschränkungen) dort im letzten Jahr behandelt wurden.

Da das Thema Rehabilitation als Teil der Sarkom-/GIST-Behandlung sehr wichtig ist, plant die Deutsche Sarkom-Stiftung eine Arbeitsgruppe von Sarkom-, bzw. GIST-interessierten und -spezialisierten Reha-Einrichtungen in Kooperation mit den Sarkom-Zentren. Sobald es eine Liste der dort teilnehmenden Einrichtungen gibt, werden wir diese auf unserer Homepage veröffentlichen.


2. Anspruch auf AHB/Reha

Anträge auf eine Anschlussheilbehandlung (AHB) werden in der Regel durch das behandelnde Krankenhaus gestellt, die AHB beginnt nach der Entlassung aus dem Krankenhaus. Deshalb werden hierbei insbesondere die Vorschläge des Krankenhauses berücksichtigt. Fragen Sie hier den Sozialdienst nach seinen Erfahrungen und welche Einrichtung er vorschlägt.

Vermerken Sie auf dem Antrag, dass es sich um eine seltene Erkrankung handelt, dann wird der Versicherungsträger bei der Wahl der Einrichtung diesen Aspekt besonders beachten.

Grundsätzlich gibt es ein Wunsch- und Wahlrecht zu einer Reha – das heißt auch, dass man gegen eine Entscheidung bezüglich der vorgeschlagenen Reha-Einrichtung Widerspruch einlegen kann.

Weitere Antworten zum Thema Rehabilitation nach Krebserkrankungen finden Sie hier


3. Ziel der Behandlung

Was möchten Sie erreichen?
Welche OP- bzw. Therapie-Folgen möchten Sie verbessern?

Beispiele:

  • Orthopädische Probleme, z.B. wieder laufen lernen (orthopädische Reha)
  • Gynäkologische oder urologische Probleme mindern (z.B. Total-OP, Stoma-Versorgung)
  • Zu Kräften kommen (allgemeine onkologische Reha)
  • Der Seele Unterstützung bieten (psychoonkologische Themen)

Wenn Sie das für sich überlegt haben, können Sie zusammen mit dem Sozialdienst ihres behandelnden Krankenhauses/ ihres Arztes/ ihrer Krankenkasse eine passende Klink suchen. Eine Möglichkeit zur Rehaklinik-Suche finden sie auf https://www.arbeitskreis-gesundheit.de/


4. Besondere Bedürfnisse

Besondere Bedürfnisse können sein:

  • besondere Ernährungsform
  • Stomatherapeut
  • Beratung und Training zur Hilfsmittelversorgung (z.B. für eine Prothese)
  • eine barrierefreie Umgebung
  • geographische Lage der Einrichtung – an der See, in Natur, in der Stadt?
  • unterschiedlichste Möglichkeiten an Ergotherapie (z.B. Töpfern, Seidenmalerei)
  • Als Kind oder Jugendlicher möchten sie eher mit Gleichaltrigen zusammen sein
  • Kinder- und Jugend-Psychotherapeut
  • Reha gemeinsam mit Angehörigen

Schauen Sie auf die Homepage der Kliniken, rufen Sie dort an und stellen Sie Ihre Fragen.