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„Ich dachte, nach fünf Jahren hätte ich alles überstanden. Aber die Müdigkeit, die Nervenschmerzen und die Unsicherheit begleiten mich bis heute. Niemand konnte mir sagen, ob das normal ist. Als ich von der PROSa+-Studie hörte, habe ich entschlossen daran mitzuarbeiten. Endlich fragt mal jemand auch nach meinem Leben NACH meiner Sarkom-Diagnose.“ (S.K., 49 Jahre, Sarkom-Langzeitüberlebende)

Helfen Sie mit, die Zukunft der Sarkom-Nachsorge zu verbessern!

Viele Menschen, die ein Sarkom überstanden haben, erleben noch Jahre später körperliche, seelische oder soziale Belastungen. Trotzdem ist noch viel zu wenig darüber bekannt, wie es Langzeitüberlebenden wirklich geht. Genau hier setzt die neue PROSa+-Studie an – und dafür braucht es Menschen wie Sie.

Was PROSa+ besonders macht: Die Studie ist nicht allein aus der Forschung heraus entstanden, sondern wurde von Anfang an gemeinsam mit der Deutschen Sarkom-Stiftung und damit mit erfahrenen Patient:innenvertretenden entwickelt. Das bedeutet: Die Fragen, Ziele und Inhalte der Studie wurden MIT Betroffenen geplant, nicht über ihre Köpfe hinweg. Die Perspektive der Patient:innen ist ein gleichberechtigter Teil des wissenschaftlichen Prozesses. Die Bedeutung dieses Projekts zeigt sich auch darin, dass PROSa+ aus zahlreichen eingereichten Forschungsvorhaben von der Deutschen Krebshilfe ausgewählt wurde und für drei Jahre gefördert wird. Damit unterstützt die Deutsche Krebshilfe gezielt Projekte, die die langfristige Versorgung von Krebsbetroffenen verbessern.

Warum Ihre Teilnahme so wichtig ist?

Mit Ihrer Teilnahme können Sie dazu beitragen, die Nachsorge nachhaltig zu verändern. Ihre Erfahrungen helfen sichtbar zu machen, welche Herausforderungen bestehen, welche Unterstützung fehlt und welche Wege wirklich entlastend wären. JEDE Rückmeldung trägt dazu bei, die Versorgung für heutige und zukünftige Sarkom-Betroffene zu verbessern.

Wer kann teilnehmen?

Mitmachen können alle Erwachsenen, deren Sarkom-Diagnose – ob Weichteil-, Knochensarkom, GIST oder TGCT – mindestens fünf Jahre zurückliegt. Gerade Langzeit-überlebende wissen aus eigener Erfahrung, welche Folgen im Alltag bleiben und welche Unterstützung sie sich wünschen würden.

Wie läuft die Studie ab? 

Die Teilnahme erfolgt über eine einmalige wissenschaftliche Befragung per Fragebogen. Sie können bequem von zu Hause aus teilnehmen – online, oder postalisch. Wenn Sie möchten, können Sie in einem freiwilligen Interview zusätzlich Ihre persönliche Sichtweise vertiefen – das ist aber kein Muss.

Es gibt keine medizinische Untersuchung, keine Wege oder Anfahrten. Ihre Daten werden anonymisiert ausgewertet, und Sie entscheiden selbst, wie viel Sie teilen möchten.

Wie melden Sie sich an? 

Übermitteln Sie die folgenden Angaben per E-Mail oder telefonisch an die Studienkoordination, Tanja Strukelj: 

  • Vorname & Nachname
  • Datum der Diagnose 
  • Postadresse
  • Geburtsdatum
  • Geschlecht
  • Information, ob Sie den Fragebogen auf Papier oder digital ausfüllen möchten. 
E-Mail:  oder
Telefon: 0351 / 458 7056
 
Sie erhalten dann alle weiteren Informationen zur Studienteilnahme. 
Hintergründe zur Studie finden Sie auch hier: www.sarkome-prosaplus.de
 
Studienleitung:
Dr. Martin Eichler (PI)

Nationales Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC)
Core Unit Patient-Reported Outcomes
 
Teilnehmende Studienzentren: 
Neben dem NCT/UCC Dresden und der Deutschen Sarkom-Stiftung sind das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und die Universitätskliniken Essen, Mannheim und Heidelberg sowie das Zentralinstitut für seelische Gesundheit, Mannheim, maßgeblich an der Studie beteiligt.
 
 

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Die Deutsche Sarkom-Stiftung führ die Reihe der regionalen Informationstage für GIST- und Sarkom-Patient:innen weiter:

Am 07./08. Mai 2026 sind wir in Erlangen.

Die Patient:innentage finden in Zusammenarbeit mit den Unikliniken Erlangen, Nürnberg und Regensburg statt.

  • Erleben Sie medizinische Vorträge erfahrener Ärzte und Experten: Aktuell, kompetent und verständlich
  • Fragen Sie Experten zu unterschiedlichen Themen und individuellen Aspekten Ihrer Erkrankung
  • Kommen Sie in Kontakt mit anderen Patient:innen und nutzen Sie die Chance zum Erfahrungsaustausch. Auch die Sarkom-Selbsthilfegruppe Erlangen wird sich vorstellen!
Weiterlesen: Regionale Patiententage Sarkome und GIST in Erlangen: 07./08. Mai 2026

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Die Strahlentherapie ist eine zentrale Säule der modernen Krebsbehandlung und rettet jedes Jahr tausenden Menschen das Leben. In seltenen Fällen kann diese erfolgreiche Therapie jedoch Jahre später eine schwerwiegende Spätfolge haben: ein sogenanntes strahleninduziertes Sarkom (Radiation-Induced Sarcoma, RIS). Um diese seltene, bislang wenig erforschte Erkrankung besser zu verstehen, ist jetzt das bundesweite Forschungsprojekt TTRIS-CSI gestartet, eine multizentrische Beobachtungsstudie zur Erforschung strahleninduzierter Sarkome. 

Was sind strahleninduzierte Sarkome?

Strahleninduzierte Sarkome sind bösartige Tumoren des Binde-, Muskel- oder Stützgewebes, die Jahre oder sogar Jahrzehnte nach einer Strahlentherapie auftreten können. Sie gehören zu den sehr seltenen Spätfolgen einer ansonsten hochwirksamen Krebstherapie. Häufige Formen sind unter anderem Angiosarkome, undifferenzierte pleomorphe Sarkome sowie andere Weichteil- und Knochensarkome. Obwohl auch hier sehr selten, werden RIS verhältnismäßig oft nach einer früheren Brustkrebserkrankung beobachtet. 

Interdisziplinär, bundesweit, patientenzentriert

In dem Projekt arbeiten bundesweit führende Spezialist:innen eng und interdisziplinär zusammen – aus den Bereichen Sarkom- und Brustkrebs-Medizin, Senologie, Pathologie, Humangenetik, Strahlentherapie, translationale Krebsforschung, Epidemiologie, Psychoonkologie sowie der Patientenbeteiligung über die Deutsche Sarkom-Stiftung. Gemeinsam untersuchen sie klinische Daten, Bestrahlungspläne, Tumor- und Blutproben sowie psychosoziale Aspekte der Erkrankung.

„Strahleninduzierte Sarkome sind selten, aber für die Betroffenen eine enorme körperliche und seelische Belastung“, sagt Prof. Jens Jakob, Projektkoordinator von TTRIS-CSI und Sarkom-Experte an der Universitätsmedizin Mannheim. „Unser Ziel ist es, die Ursachen dieser Erkrankung besser zu verstehen und langfristig mehr Sicherheit nach einer Krebsbehandlung zu schaffen.“

Größte systematisch untersuchte Kohorte strahleninduzierter Sarkome in Deutschland

Im Rahmen von TTRIS-CSI sollen Daten von 200 bis 300 Patientinnen und Patienten mit strahleninduziertem Sarkom (RIS) in ganz Deutschland gesammelt werden. Damit entsteht eine der größten systematisch wissenschaftlich untersuchten RIS-Kohorten weltweit. Die molekularen Analysen erfolgen über die etablierte MASTER-Plattform am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) und dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). „Durch die Kombination modernster molekularer Analysen mit Daten zur Strahlentherapie und zur Krankengeschichte können wir erstmals systematisch untersuchen, warum strahleninduzierte Sarkome bei manchen Menschen entstehen und bei anderen nicht“, erklärt Prof. Stefan Fröhling, Leiter der MASTER-Plattform. 

Langfristiger Nutzen für Patient:innen und Behandler

Zentrales Anliegen von TTRIS-CSI ist es, individuelle Risikofaktoren für strahleninduzierte Sarkome zu identifizieren. Daraus sollen langfristig neue Ansätze entstehen für eine frühere Erkennung von RIS, eine gezieltere Nachsorge nach Strahlentherapie, sowie informierte, gemeinsame Entscheidungen zwischen Patient:innen und Behandler:innen. Die Studienteilnahme hat keinen direkten Einfluss auf die individuelle Behandlung. In einzelnen Fällen können jedoch aus den Untersuchungen Hinweise entstehen, die für die persönliche Beratung oder Nachsorge hilfreich sind. Auch psychosoziale Belastungen von Betroffenen und ihren Familien werden gezielt untersucht, um verständliche Informations- und Unterstützungsangebote zu entwickeln.

Kontakt: 

Patient:innen, die nach einer früheren Strahlentherapie an einem Sarkom erkrankt sind, sowie behandelnde Ärzt:innen können sich direkt an das Studien-Team wenden:

Universitätsmedizin Mannheim, Sarkom-Zentrum (SarcoMA): Prof. Dr. Jens Jakob, Dr. Melissa Harbrücker, Dr. Nadine Stroh (Projektkoordination) 

Email:

Weitere Informationen: TTRIS-CSI: Uniklinik Mannheim 

Der Krebsinformationsdienst bietet einen Überblick zum Krankheitsbild: Strahleninduzierte Sarkome 

SK2026 NewsBildDie 15. Sarkomkonferenz liegt hinter uns und damit drei intensive Tage des Wissensaustausches und des Netzwerkens innerhalb der Sarkom-Community. Wieder einmal verdeutlichte die Sarkomkonferenz eindrucksvoll die Dynamik in Forschung und Versorgung seltener Tumorerkrankungen – und die zentrale Rolle interdisziplinärer Zusammenarbeit.

Therapiebedarf, Innovationen und die Stimme der Patient:innen 

Zum Auftakt spannte sich der Bogen von weiterhin dringenden Therapiebedarfen bei pädiatrischen Sarkomen bis hin zu konkreten Fortschritten bei lokal begrenzten Tumoren wie Desmoiden oder dem tenosynovialen Riesenzelltumor (TGCT). Neu zugelassene Systemtherapien markieren hier einen Paradigmenwechsel, da sie chirurgische Ansätze zunehmend ergänzen. Gleichzeitig gewinnen innovative Wirkprinzipien, etwa Antikörper-Drug-Conjugates, weiter an Bedeutung. Ein besonderes Gewicht hatte im ersten Themenblock die Perspektive der Patient:innen: Ihre Berichte über lange Diagnosewege unterstrichen die Notwendigkeit besserer Aufklärung, früherer Diagnosen und intensiver Forschung. Der zweite Tag stand im Zeichen der Vernetzung. Kooperationsprojekte, neue Studien sowie Ansätze aus translationaler Forschung zeigen das Potenzial gemeinsamer Initiativen. Auch digitale Technologien und verlässliche Gesundheitsinformationen in sozialen Medien wurden als wichtige Bausteine einer modernen Patientenkommunikation hervorgehoben.

25 Jahre zielgerichtete GIST-Therapie - Rückblick und Ausblick 

Mit der Würdigung von Prof. Peter Reichardt für sein außergewöhnliches Engagement für Sarkom- und GIST-Betroffene und seine Leistungen in den letzten 25 Jahren in Forschung, Versorgung, Behandlungsexpertise und Empowerment wurde zugleich die Entwicklung zielgerichteter Therapien – insbesondere bei GIST – eingeordnet und ein Ausblick auf zukünftige Herausforderungen gegeben. 

Fortschritte in der Versorgungsqualität 

Am Abschlusstag rückten Forschungsprojekte mit aktiver Patientenbeteiligung durch die Deutsche Sarkom-Stiftung sowie die Bedeutung von Patient-Reported Outcomes stärker in den Fokus. Diskussionen zur Versorgungsrealität, zur Zertifizierung von Sarkomzentren und zur Weiterentwicklung der S3-Leitlinien machten deutlich, wie eng Forschung und Praxis verzahnt sind. Die Konferenz setzte damit klare Impulse: Fortschritt entsteht durch Kooperation, Innovation und konsequente Einbindung der Patient:innen – eine Entwicklung, die auch künftig weiter vorangetrieben werden muss.

Danke an Referent:innen, Teilnehmer:innen und institutionelle Förderer für ihren Beitrag zu einer erfolgreichen Konferenz! Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr in Hamburg.  

Einige Impressionen: 

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Mit dem Podcast „selten & solide“ gibt die Deutsche Sarkom-Stiftung Menschen mit Sarkomen eine Stimme. In den Episoden sprechen die beiden Gastgeberinnen Odette Helbig und Verena Blix mit Betroffenen, Angehörigen, Hinterbliebenen sowie medizinischen Fachkräften über Erfahrungen mit der seltenen Krebsart, aktuelle Entwicklungen in Forschung und Therapie sowie Themen aus dem Alltag mit der Erkrankung.

Die Gespräche bieten persönliche Einblicke, verständliche Informationen und Raum für Austausch innerhalb der Sarkom-Community. Ziel des Podcasts ist es, Aufmerksamkeit für Sarkome zu schaffen, Wissen zu vermitteln und Betroffene zu vernetzen.

„selten & solide“ erscheint regelmäßig und ist auf Spotify verfügbar. Neue Folgen greifen aktuelle Themen aus der Sarkomforschung, Patientenperspektiven und Projekte der Stiftung auf – immer mit dem Anspruch, seltene Erkrankungen sichtbarer zu machen und Betroffene zu stärken. 

Hören Sie gerne in die Folgen bei Spotify rein: selten&solide | Podcast on Spotify. Wir freuen uns!